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Das ArtTherapy-Handbuch

Therapeutisches Malen für Menschen mit schwerer Behinderung — per Berührung, Maus und Augensteuerung. Alles, was du für Einsatz und Anpassung wissen musst.

Deutsch · Stand Juni 2026
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Was ist ArtTherapy?

ArtTherapy ist eine ruhige Mal-Umgebung für Menschen mit schwerer Behinderung, eingeschränkter Motorik oder belastenden Erfahrungen — und für die Therapeut:innen, Pädagog:innen und Angehörigen, die sie begleiten. Die App läuft im Browser, ist kostenlos und sammelt keinerlei persönliche Daten auf Servern: Alles bleibt auf dem Gerät.

Der Grundgedanke: Der Weg ist das Ziel. Es geht nicht um ein „richtiges" Bild, sondern um Ausdruck, Selbstwirksamkeit und Wohlbefinden. Deshalb gibt es kein Falsch, keine Bewertung und keine Zeitvorgabe — dafür sanfte Farben, beruhigende Klänge und eine Oberfläche, die sich auf das Wesentliche reduzieren lässt.

Warum es ArtTherapy gibt

Malen ist eine der unmittelbarsten Ausdrucksformen des Menschen — sie braucht keine Sprache, keine Schrift, kein „Richtig". Aber klassische Mal-Programme setzen genau das voraus, was vielen Menschen nicht zur Verfügung steht: präzise Handbewegungen, verschachtelte Menüs, Lesefähigkeit, schnelle Entscheidungen. Wer mit den Augen steuert oder mit zittriger Hand malt, scheitert dort an der Bedienung, bevor der Ausdruck beginnen kann.

ArtTherapy dreht dieses Verhältnis um: Das Werkzeug passt sich der Person an — nicht die Person dem Werkzeug. Das ist der Teilhabe-Gedanke der ICF: Entscheidend ist nicht, was jemand nicht kann, sondern welche Umweltgestaltung Aktivität und Teilhabe ermöglicht. Eine zugängliche Mal-Umgebung ist in diesem Sinn ein Umweltfaktor, der aus „kann nicht malen" ein „malt" macht.

Die vier Gestaltungsprinzipien

Für wen?

Handbuch und Anleitung — was ist was?

Die Anleitung in der App ist die kompakte Schnellreferenz: ein Überblick auf einer Seite, automatisch in allen 101 Sprachen, gedacht für den schnellen Einstieg direkt am Gerät. Dieses Handbuch ist die ausführliche Fassung für Begleiter:innen: alle Funktionen im Detail, mit den Hintergründen und Begründungen hinter den Gestaltungsentscheidungen — damit du Einstellungen nicht nur findest, sondern fachlich einordnen kannst, wann welche sinnvoll ist.

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Schnellstart — die drei Phasen

Eine ArtTherapy-Sitzung folgt immer demselben sanften Bogen aus drei Phasen:

Phase 1 · Ankommen

Ankommen-Bildschirm
Ankommen: Begrüßung, vier Stimmungskreise, Pfeil zum Malen — unten die Links für Begleiter:innen

Sanft schwebende Farbflächen, eine Begrüßung zur Tageszeit, kein Zeitdruck. Optional wählt die malende Person über die vier Stimmungskreise eine Farbwelt (warm, Ozean, Wald, Nacht). Der Pfeil startet die Mal-Phase — per Tippen, Klick oder Blick-Verweilen. Nach einigen Sekunden erscheint ein dezenter Atem-Kreis, der zum ruhigen Ein- und Ausatmen einlädt.

Phase 2 · Malen

Mal-Bildschirm mit Bedienelementen
Malen: Modi oben links, „Fertig" oben Mitte, Farben rechts, Werkzeuge unten, Rhythmus/Ton links

Die Leinwand gehört der malenden Person. Bewegung erzeugt Farbe — bei Augensteuerung folgt der Strich dem Blick, ein kurzer Stillstand beendet ihn von selbst. Werkzeuge, Farben und Modi lassen sich jederzeit wechseln. Die Taste H (oder der Pfeil-Button links oben) blendet alle Bedienelemente aus — übrig bleibt die pure Leinwand.

Phase 3 · Würdigung

Würdigungs-Bildschirm
Würdigung: Das Werk im Rahmen, mit Titel, Affirmation, Notizfeld und Engagement-Bewertung

Über „Fertig" (oder Taste D) wird das Werk gerahmt präsentiert — mit einem automatisch vorgeschlagenen, editierbaren Titel und einer wertschätzenden Affirmation. Hier wird gespeichert, gedruckt, dokumentiert — oder einfach weitergemalt.

Warum drei Phasen statt „App auf, Leinwand da"? Übergänge sind für viele Menschen — besonders mit kognitiven Beeinträchtigungen oder Belastungserfahrungen — die schwierigsten Momente. Das Ankommen gibt Orientierung und Zeit zur Regulation, bevor eine Anforderung kommt; niemand wird in eine leere weiße Fläche „geworfen". Die Würdigung beendet die Sitzung nicht abrupt mit einem Schließen-Klick, sondern mit einem Ritual der Wertschätzung. Und weil der Bogen in jeder Sitzung gleich ist, entsteht Vorhersagbarkeit: Die Person weiß, was kommt — das schafft Sicherheit.
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Wie steuere ich?

ArtTherapy unterstützt vier Zugangswege — sie funktionieren alle gleichzeitig, ohne Umschalten:

ZugangSo funktioniert es
BerührungFinger auf die Leinwand = malen. Buttons antippen. Doppeltipp = letzter Strich rückgängig. Zwei Finger gleichzeitig = Pause.
Maus / Trackball / KopfmausBewegen = malen (kein Drücken nötig — „Hover-Draw"). Kurz stillhalten beendet den Strich. Mausrad = Pinselgröße, Shift+Rad = Palette.
AugensteuerungDer Eye-Tracker bewegt den Zeiger, ArtTherapy übernimmt den Rest: Blick auf die Leinwand malt, Blick-Verweilen auf Buttons aktiviert sie (Dwell). Details in Kapitel 4.
Hand vor der WebcamOptional zuschaltbar (Einstellungen → Augensteuerung & Bewegungsbereich): Die Hand vor der Kamera steuert den Zeiger — ohne das Gerät zu berühren.
Hover-Draw verstehen: Es gibt keinen „Stift absetzen"-Moment. Bewegung malt, Ruhe beendet den Strich (einstellbar, Standard 0,9 s). Das macht das Malen für Augensteuerung und Tremor-Hände gleichermaßen zugänglich.
Warum Hover-Draw statt „Klicken und Ziehen"? Gedrückt-Halten bei gleichzeitigem Bewegen ist motorisch eine Doppelanforderung — für viele Hände schwer, für Augen unmöglich (man kann nicht „mit dem Blick klicken und dabei weiterschauen"). ArtTherapy reduziert das Malen deshalb auf eine einzige Anforderung, die alle Eingabewege teilen: Bewegung = Farbe, Ruhe = Strichende. Genau darum funktioniert dieselbe App ohne Umschalten mit Blick, Finger, Kopfmaus und zitternder Hand — und genau darum gibt es auch kein „Daneben-Klicken".
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Augensteuerung richtig einstellen

Alle Eye-Gaze-Optionen findest du in den Einstellungen (Zahnrad unten links im Ankommen-Bildschirm). Die wichtigsten Stellschrauben:

Schnellweg: Das Profil „Augensteuerung" in der Quick-Konfiguration setzt große Buttons, sichtbare Ring-Anzeige, automatisches Vollbild und passende Zeiten in einem Schritt. Profil „Ruhig" reduziert zusätzlich auf die vier sanftesten Werkzeuge.
Warum Fixationserkennung, Totmann-Schutz und unterschiedliche Dwell-Zeiten? Augen verhalten sich nicht wie ein Mauszeiger: Sie springen (Sakkaden), driften minimal und „verschwinden", wenn der Tracker die Pupillen verliert. Würde jede Zeigerposition zählen, gäbe es ständige Fehlauslösungen — deshalb zählt nur ruhender Blick als Absicht, deshalb pausiert das Dwell bei Signalverlust, statt weiterzulaufen. Und deshalb sind die Zeiten gestaffelt: Häufiges geht schnell (Farbwahl 0,35 s), Folgenreiches ist geschützt (Weiter-Pfeil ≥ 0,9 s, Einstellungen-Link 1,4×) — die Dwell-Zeit ist im Kern ein Regler zwischen Tempo und Fehlertoleranz, den man pro Person einstellt.
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Die sechs Werkzeuge

Bewusst wenige, ruhige Werkzeuge — kuratiert für Augensteuerung und therapeutisches Malen: Sie werden schön, ohne dass präzise Bewegungen nötig sind.

WerkzeugCharakterTaste
FlussWeiche, fließende Linie. Langsame Bewegung malt breit, schnelle schmal. Ruhig und verzeihend — das Standard-Werkzeug.L
FluidEin langsames, lebendiges Strömungsmedium: Farbe wird am Blickpunkt eingespeist und fließt, wirbelt und mischt sich von selbst weiter — auch wenn der Blick stehen bleibt. Nach dem Beruhigen „setzt" sich das Bild von allein in die Leinwand. Meditativ, ganz ohne Präzision.J
SanftGroßer, weicher Farbverlauf wie eine Airbrush — füllt Flächen mit zartem Licht.G
AquarellZarte Nass-in-Nass-Farbblüten, die ineinanderlaufen.A
MarmorEbru-Marmorierung: Ziehen verzieht alle vorhandenen Farben wie Tinte auf Wasser; reines Antippen bringt einen Farbtropfen ein. Wirkt am schönsten, wenn schon Farbe auf der Leinwand ist.I
RadiererMalt die Leinwandfarbe weich zurück — Korrektur ohne Drama.E
Fluid-Beispiel
Fluid — fließende, sich mischende Farbe
Aquarell-Beispiel
Aquarell im Frei-Modus
Mandala-Beispiel
Sanft im Mandala-Modus

Die Pinselgröße steuern die +/−-Buttons links, die Tasten +/ oder das Mausrad (4 Stufen). In den Einstellungen lassen sich einzelne Werkzeuge ausblenden — weniger Auswahl bedeutet oft mehr Ruhe.

Warum nur sechs Werkzeuge? ArtTherapy hatte einmal zwölf. Die Reduktion war eine bewusste Kuratierung: Bei Augensteuerung wird jede Schaltfläche mit dem Blick „abgesucht" — jede zusätzliche Option kostet Scan-Zeit und Entscheidungsenergie, bevor das eigentliche Malen beginnt. Geblieben sind genau die Werkzeuge, die ein einziges Kriterium erfüllen: Sieht das Ergebnis auch bei zittriger, springender oder grober Bewegung gut aus? Präzisionswerkzeuge (dünne Linien, Stempel, realistischer Pinsel) fielen heraus — sie bestrafen unruhige Bewegung. Sechs verzeihende Werkzeuge, die jedem gelingen, sind mehr wert als zwanzig, die Können verlangen.
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Farben & Paletten

ArtTherapy arbeitet mit 12 therapeutisch gestalteten Farbwelten (Paletten) statt eines freien Farbrads: Warm, Kühl, Erde, Ozean, Abendhimmel, Wald, Pastell, Feuer, Nacht, Grau, Frühling und Herbst. Jede Palette enthält vier aufeinander abgestimmte Farben — es kann keine „falsche" Kombination entstehen.

Auch die Leinwandfarbe ist wählbar: Creme (Standard), Weiß, Himmel oder Nacht. Auf der Nacht-Leinwand leuchten die Farben — und die gesamte Bedienoberfläche wechselt in eine dunkle, violette Stimmung.

Warum Paletten statt freiem Farbrad? Ein Farbrad verlangt Feinmotorik (winzige Zielfläche) und kann unharmonische, „misslungene" Kombinationen erzeugen — beides widerspricht dem Grundprinzip, dass nichts falsch gemacht werden kann. Kuratierte Vierer-Paletten drehen das um: Jede mögliche Kombination ist harmonisch, die Farbwahl wird von einer technischen zu einer Stimmungs-Entscheidung („Ozean oder Feuer?"), und vier große Kreise sind mit einem Blick erfassbar. Dass Paletten nach Jahres- und Tageszeit vorgeschlagen werden, gibt zusätzlich einen sanften Bezug zur realen Welt — ein Orientierungsanker, besonders in der Arbeit mit älteren Menschen.
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Modi: Frei, Spiegel, Mandala

Tipp für den Einstieg: Mandala mit 8 Segmenten + Werkzeug „Sanft" + Palette „Ozean" — kaum eine Kombination erzeugt schneller ein Erfolgserlebnis (siehe Beispielbild in Kapitel 5).
Warum Symmetrie-Modi? Spiegel und Mandala sind die direkteste Umsetzung von „minimaler Input, maximale Wirkung": Eine einzige, beliebig unpräzise Geste wird zu einem komplexen, ästhetischen Ornament vervielfältigt. Das verkürzt den Weg zum „Das habe ich gemacht!" auf Sekunden — und genau dieses Erleben eigener Wirksamkeit ist therapeutisch oft wertvoller als das Bild selbst. Symmetrie wirkt zudem ordnend und beruhigend, wo freies Malen manche Personen mit der leeren Fläche alleinlässt.
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Würdigung, Speichern & Drucken

Die Würdigungs-Phase rahmt das Werk und macht es bedeutsam. Was hier alles möglich ist:

Warum „Würdigung" statt „Speichern-Dialog"? Das Bild wird nicht weggeklickt, sondern gerahmt, benannt und gewürdigt — ein bewusstes Abschlussritual. Die Affirmation lobt dabei nie die Qualität („schön gemalt"), sondern würdigt den Akt des Gestaltens; Qualitätslob erzeugt Bewertungsdruck, Würdigung nicht. Auch die Engagement-Skala ist bewusst einfach gehalten: drei Stufen beobachtbaren Verhaltens statt feiner Zahlenskalen — das ist in zwei Sekunden entschieden, über Sitzungen vergleichbar und verleitet nicht zu Überinterpretation. Der automatische Vorschlag (aus der Sitzungsaktivität) ist nur ein Anker; entschieden wird fachlich, per Hand.
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Einstellungen für Therapeut:innen

Einstellungen-Seite
Die Einstellungen: Quick-Konfiguration mit Profilen, darunter alle Detail-Optionen

Das Zahnrad im Ankommen-Bildschirm führt zu den Einstellungen — dem Werkzeugkasten der Begleiter:innen. Die wichtigsten Bereiche:

Quick-Konfiguration (Profile)

An die Person anpassen

Einstellungen übertragen

„Einstellungen exportieren/importieren" kopiert die komplette Konfiguration als Text in die Zwischenablage — so wandert ein eingerichtetes Profil in Sekunden auf ein zweites iPad.

Warum so viele Ausblende-Optionen? Die wichtigste Anpassung ist fast immer Reduktion. Jedes sichtbare Element will mit dem Blick abgesucht, kognitiv eingeordnet und gegen Versehensauslösung „verteidigt" werden. Für viele Personen ist die beste Konfiguration: ein Werkzeug, eine Palette, keine weiteren Knöpfe — die ganze App wird zur Leinwand. Deshalb lässt sich fast alles einzeln ausblenden, und deshalb starten die Profile bewusst reduziert: Erweitern, wenn die Person mehr möchte, ist leichter als Überforderung zurückzunehmen. Die Devise: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.
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Sitzungs-Dokumentation

Jede Sitzung ab fünf Sekunden Länge wird lokal auf dem Gerät protokolliert — mit Vorschaubild, Dauer, Strichen, Farbwechseln, Werkzeug, Palette, Titel, Notiz und Engagement. Den Session-Verlauf findest du in den Einstellungen:

Datenschutz: Alle Daten liegen ausschließlich im Browser-Speicher des Geräts. Es gibt keinen Server, kein Konto, kein Tracking von Personen. Beim Löschen der Website-Daten ist der Verlauf weg — vorher exportieren!
Warum lokal statt Cloud? Sitzungsdaten mit Klient-Bezug sind gesundheitsnahe Daten einer besonders schutzbedürftigen Gruppe. Lokal heißt: keine Übertragung, keine Konten, kein Einwilligungs-Papierkrieg vor der ersten Sitzung — die App ist sofort und DSGVO-unkompliziert einsetzbar. Der Preis ist bewusst gewählt: Übertragung auf andere Geräte geschieht manuell per Export, sodass die Kontrolle über jede Weitergabe bei der Therapeut:in bleibt, nicht bei einem Sync-Dienst. Darum auch Kürzel statt Klarnamen: Selbst das Gerät soll keine identifizierenden Daten enthalten müssen.
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101 Sprachen

Sprachwähler
Der Sprachwähler: 101 Sprachen mit Suchfeld — identisch zu DigitalPainters

ArtTherapy spricht dieselben 101 Sprachen wie DigitalPainters — von Arabisch bis Zulu, inklusive Rechts-nach-links-Layout für Arabisch, Hebräisch, Persisch und weitere. Der Sprach-Button im Ankommen-Bildschirm öffnet den Wähler mit Suchfeld; die Wahl gilt sofort für die gesamte Oberfläche, Anleitung inklusive.

Die Sprache wird außerdem automatisch aus der Geräteeinstellung erkannt. Für Sprachen, in die einzelne Texte (noch) nicht übersetzt sind, erscheint Englisch als Rückfallebene.

Warum 101 Sprachen für eine App, die fast ohne Text auskommt? Gerade weil die malende Person kaum Text braucht, sind die Sprachen für das Umfeld da: Eltern, Assistenzen und Pflegekräfte sprechen in Therapie-Settings oft eine andere Sprache als die Einrichtung. Wenn Begrüßung, Affirmation und Bedienung in der Familiensprache erscheinen, wird die App vom Fremdkörper zum gemeinsamen Werkzeug — und Angehörige können zu Hause weiterführen, was in der Therapie begonnen wurde. Teilhabe schließt die Familie ein.
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Installation & Offline-Nutzung

ArtTherapy ist eine Progressive Web App (PWA) — sie lässt sich wie eine richtige App installieren und funktioniert danach auch ohne Internet:

Vollbild im Therapieeinsatz: Taste V oder der Vollbild-Button im Ankommen-Bildschirm; in den Einstellungen lässt sich Vollbild beim Malen-Start automatisch aktivieren. Auf dem iPad empfiehlt sich zusätzlich der geführte Zugriff (Einstellungen → Bedienungshilfen), damit Systemgesten nicht aus der App führen.
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Tastatur-Referenz

Alle Kürzel gelten in der Mal-Phase (Übersicht in der App: Taste ?):

Zum Ausdrucken: Alle Tastenkürzel und Touch-Gesten gibt es als einseitiges PDF-Referenzblatt (A4) — praktisch neben dem Gerät oder im Therapieraum.
Steuerung
HBedienelemente ein-/ausblenden
DFertig — zur Würdigung
Q / Zweifinger-TippPause (Leinwand dimmen, Malen gesperrt)
U / Strg+Z / DoppeltippRückgängig
Entf (2×)Leinwand leeren (mit Bestätigung; Undo stellt wieder her)
VVollbild ein/aus
OTon gesamt ein/aus
RRhythmus-Puls ein/aus
P / Shift+PPalette vor / zurück
/ 14Farbe wechseln / direkt wählen
+ / / MausradPinselgröße
F M NModus Frei / Spiegel / Mandala (N erneut: Segmente)
L J G A I EWerkzeug Fluss / Fluid / Sanft / Aquarell / Marmor / Radierer
Strg+L / Shift+LFarbpanel verbergen / Palette sperren
In der Würdigung
Enter / NWeitermalen / Neue Session
S / P / Z / RSpeichern / Drucken / Lightbox / Drehen
T / E / 13Titel / Notiz fokussieren / Engagement
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Wenn etwas nicht geht

ProblemLösung
Buttons reagieren nicht oder die App wirkt „alt"Seite einmal vollständig neu laden; als Home-Bildschirm-App: App im App-Umschalter schließen und neu öffnen. ArtTherapy holt sich Updates beim nächsten Online-Start automatisch.
Kein TonTon braucht eine erste Berührung/Klick (Browser-Schutz). Prüfen: O nicht stummgeschaltet, Gerätelautstärke an, iPad-Seitenschalter.
Drucken öffnet nichtsPopup-Blocker erlaubt das Druckfenster nicht — Hinweis erscheint unten; Popups für arttherapy.assistuk-apps.net erlauben.
Speichern landet nicht in Fotos (iPad)Im Teilen-Dialog „Bild sichern" wählen. Erscheint kein Dialog: einmal neu laden und erneut speichern.
Augensteuerung löst nichts ausDwell-Anzeige in den Einstellungen sichtbar machen (Stil/Größe/Farbe), Dwell-Zeit erhöhen, Eye-Tracker neu kalibrieren. Der Zeiger muss sich sichtbar mitbewegen.
Striche „springen" oder enden zu frühStrich-Ende-Zeit (Hover-Draw) in den Einstellungen erhöhen; bei Eye-Gaze Fixations-Erkennung aktiv lassen.
Session-Verlauf ist leerSitzungen unter 5 Sekunden werden nicht protokolliert. Verlauf ist pro Gerät und Browser — gleiche Kombination verwenden.
Webcam-Handsteuerung startet nichtKamera-Berechtigung im Browser erteilen; die Option muss in den Einstellungen aktiviert sein (Standard: aus, es erscheint kein Kamera-Hinweis).
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Hilfe & Kontakt

ArtTherapy ist ein Projekt von AssistUK · Lars Tiedemann — entwickelt mit und für Menschen, die Unterstützte Kommunikation und alternative Ansteuerung nutzen. Fragen, Rückmeldungen aus der Praxis und Wünsche sind ausdrücklich willkommen: www.assistuk.net

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Über AssistUK & Unterstützung

Wer dahinter steht

ArtTherapy wird entwickelt von Lars Tiedemann, Dipl.-Heilpädagoge (FH)AssistUK, einem Sozialunternehmen für Inhalte und Hilfsmittel rund um Inklusion und Barrierefreiheit (www.assistuk.net). Über 30 Jahre Erfahrung in der Unterstützten Kommunikation fließen in jede Gestaltungsentscheidung ein.

ArtTherapy entsteht im engen Austausch mit Nele DiercksExpertin in eigener Sache. Was im Alltag wirklich hilft, entscheidet sich nicht am Schreibtisch, sondern gemeinsam aus gelebter Erfahrung.

Nele Diercks und Lars Tiedemann gemeinsam
Nele Diercks & Lars Tiedemann

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ArtTherapy wird laufend weiterentwickelt: neue Werkzeuge, bessere Augensteuerungs-Unterstützung, weitere Sprachen, Verbesserungen aus der Praxis. Updates erscheinen automatisch beim nächsten Aufruf der Seite — keine Installation, kein App-Store-Update nötig. Finanziert wird die Entwicklung durch freiwillige Beiträge: Je mehr Unterstützung zusammenkommt, desto mehr Zeit kann in neue Funktionen fließen. Wünsche und Rückmeldungen aus der Praxis sind ausdrücklich willkommen — sie bestimmen mit, was als Nächstes entsteht.

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